Die häufigsten Probleme auf Produktseiten – und wie sie den Absatz Ihrer Marke beeinflussen

Mai 28, 2021

Brands Von Laura Lane

Der E-Commerce boomt. Immer mehr Marken bauen Präsenz und Vertrieb im Internet kräftig aus –  und müssen erkennen, wie wichtig das Thema Produktseiten-Content inzwischen geworden ist. Die Qualität der Inhalte wirkt sich direkt auf das Image und die Conversion-Raten einer Marke aus.  

Grundlegenden Anforderungen für Produkt-Listings zu erfüllen, ist in diesem Zusammenhang nur ein erster Schritt. Idealerweise werden Angebote regelmäßig aktualisiert, damit die Marke und ihre Produkte von Verbrauchern bestmöglich wahrgenommen wird. 

Aus unserer Zusammenarbeit mit ganz verschiedenen, weltweit führenden Brands wissen wir, was bei der Pflege von Produktseiten die größte Herausforderung ist: das Content-Management im großen Maßstab. Produktseiten-Inhalte müssen nicht nur für sämtliche Artikel, sondern natürlich auch auf etlichen Händler-Websites verwaltet werden, oftmals sogar über globale Grenzen hinweg.

Noch komplizierter wird es, wenn Marken und Hersteller mit Online-Händlern kooperieren, die keine direkten Updates oder Veränderungen an den eingestellten Produktangeboten zulassen. Will eine Marke in einem solchen Fall etwas anpassen, muss der Händler mit der Änderung beauftragt werden. Gerade für die E-Commerce-Teams, die viel Zeit und Mühe in die Produktion hochwertiger Inhalte gesteckt haben, ist das eine frustrierende, zeitraubende Erfahrung. Vor allem, wenn die Updates gleich an mehrere Händler kommuniziert werden müssen.

Wir haben einige der häufigsten Fehler und ihre möglichen Ursachen zusammengetragen, damit Sie gängige Produktseiten-Probleme künftig schneller erkennen und aus dem Weg räumen können. 

Bilder

Das menschliche Gehirn verarbeitet Bilder 60.000-mal schneller als Text. 90 % der ans Gehirn übermittelten Informationen sind visueller Natur. Damit dürfte klar sein, dass Sie die Chance auf einen guten visuellen Eindruck nicht ungenutzt lassen sollten. Hier sind ein paar Probleme, die im Zusammenhang mit Bildern immer wieder auftreten:   

  • Zu wenig Bildmaterial: Angebote, bei denen nur ein Produktbild vorhanden ist, konvertieren meist weniger gut, da es den potenziellen Kunden an Details fehlt.
  • Veraltete Bilder: Werden Produktbilder aktualisiert, sollte das idealerweise global auf allen Seiten geschehen. Leider können E-Commerce-Teams aber oft nicht direkt auf Händler-Seiten zugreifen, um diese zu ändern. So entstehen für ein und dasselbe Produkt unterschiedliche Listings, die Kunden verwirren und Ihrer Marke insgesamt schaden können.
  • Falsche Bilder: Die Aktualisierung von Produktbildern ist für viele Händler nach wie vor ein manueller Prozess – und damit fehleranfällig. Landen aber falsche Bilder auf einer Produktseite, kann das Vertrauen der Konsumenten darunter leiden.

Texte 

Bei Produktbeschreibungen ist es ähnlich wie bei Verkaufspersonal: Würden Sie jemandem etwas abkaufen, der nicht in der Lage ist, das Produkt gut zu erklären? Die Verbraucher beantworten diese Frage ziemlich klar. Laut einer E-Commerce-Studie der Nielsen Norman Group könnten fehlende oder unklare Produktinformationen bei etwa 20 % aller Kaufabbrüche ein entscheidender Faktor sein. Diese Fehler sind in Produktbeschreibungen besonders häufig zu finden:

  • Falsche/zu kurze Titel: Ungenaue Titel können Verbraucher in die Irre führen und die Conversion-Rate eines Produktangebots deutlich verringern. Ist ein Titel zu kurz, beeinträchtigt dies oft das Suchranking bei Händlern.
  • Fehlende/falsche Beschreibung: Ähnlich wie falsche Produkttitel stiften auch fehlerhafte Beschreibungen Verwirrung – und wirken sich ebenfalls negativ auf das Suchranking aus, da Suchalgorithmen womöglich Keywords auswählen, die zu anderen Suchanfragen passen.
  • Fehlende Aufzählungspunkte: Abschnitte mit Aufzählungspunkten helfen Kunden, sich schnell einen Überblick über Produktmerkmale zu verschaffen. Schlecht gegliederte Angebote können den Betrachter ermüden, so dass Kunden schneller zu einer anderen Seite wechseln.
  • Keine technischen Daten/Produktmerkmale: Gerade bei Elektronikprodukten hilft ein gut gegliederter Abschnitt mit technischen Daten, schneller eine Kaufentscheidung zu treffen.
  • Unzulässige Angaben in der Beschreibung: Produktbeschreibungen müssen genau sein und sollten dazu beitragen, dass die Verbraucher die richtigen Erwartungen an das Produkt stellen. Mit falschen Angaben riskieren Sie, dass Ihre Angebote gar nicht erst veröffentlicht werden – oder, dass es Beschwerden von Kunden hagelt. 

Bewertungen und Rezensionen

Was andere Kunden über Ihre Produkte zu sagen haben – in Form von Bewertungen oder Rezensionen – ist für viele Verbraucher enorm wichtig. Entsprechend gilt es auch hier, potenzielle Probleme zu vermeiden:

  • Zu wenige Bewertungen: Gerade bei neuen Angeboten ist die niedrige Zahl an Bewertungen eine echte Herausforderung. Viele Kunden können sich nicht zu einer Kaufentscheidung durchringen, wenn sie zu wenige Referenzen finden.
  • Zu niedrige Durchschnittsbewertung: Hier haben Sie es mit einem echten Problem zu tun. Bei schlechten Bewertungen sollten Sie etwas unternehmen – und zwar möglichst schnell. Sonst leiden bald die Absatzzahlen für das betreffende Produkt genauso wie Ihr Markenimage. 
  • Keine detaillierten Rezensionen: Verbraucher nehmen es heute sehr genau. Wenn ein Produkt zwar hervorragende Bewertungen, aber keine ausführlichen Rezensionen vorweisen kann, kommen bei vielen Kunden Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Bewertungen auf. 

Weitere Medien 

Der E-Commerce und die damit verbundene Technologie entwickeln sich stetig weiter. Dasselbe gilt natürlich auch für die verschiedenen Medientypen, die sich in Produktseiten einbinden lassen. Je nach Produkt gehören folgende Aspekte mittlerweile zum Pflichtprogramm:

  • Videos: Wenn ein Produktvideo nicht zu einer Steigerung der Verkaufszahlen beitragen würde, ist es natürlich in Ordnung, keins einzustellen. Wenn Ihre Marke jedoch eigens ein Video für ein Angebot erstellt hat, dieses dann aber nicht hochgeladen wird, haben Sie Kosten und Mühen ganz umsonst investiert, ohne einen Mehrwert für das Angebot zu schaffen.
  • Rich Content: Rich Content ist kosten- und arbeitsintensiv, deshalb sollte er Ihrer Marke natürlich auch etwas bringen. Es wäre eine echte Verschwendung, wenn vorhandene Inhalte nicht publiziert werden, nur weil ein Account Manager beim Händler diese übersehen hat.   
  • SEO-Optimierung: Keywords spielen für das Suchranking und die Einteilung Ihrer Angebote in Händler-Kategorien eine wichtige Rolle. Deshalb ist es wichtig, hier sehr genau und strategisch vorzugehen. 

All die hier beschriebenen Probleme können im Grunde auf jeder Produktseite auftreten – mit direkten Auswirkungen auf Ihre Leistungskennzahlen. In diesem Webinar gehen wir näher darauf ein, wie Kennzahlen durch den Produktseiten-Content beeinflusst sind. Erfahren Sie außerdem mehr über unseren Kunden Clarins. Die globale Kosmetikmarke nutzt seit einiger Zeit ChannelAdvisor Brand Analytics und konnte ihre Markenpräsenz mit dieser Lösung erfolgreich ausbauen. 

Produktdaten effektiv zu managen, ist keine leichte Aufgabe. Das Feature Content-Performance in Brand Analytics scannt automatisch die Inhalte Ihrer Produktseiten und hilft Ihnen, die drei Kernaspekte Implementierung, Compliance und Konsistenz zu überwachen. Mit den ChannelAdvisor Managed Services für Retail Content Management unterstützen wir Brands, ihre Produktdaten effizienter an native Händlervorlagen anzupassen und in diesen zu speichern. Wie bei anderen Dienstleistungen kommt auch hier die effiziente Data Transformation Engine von ChannelAdvisor zum Einsatz. Nehmen Sie heute Kontakt mit uns auf finden wir gemeinsam heraus, wie Ihre Marke im E-Commerce noch agiler und erfolgreicher wird!

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